Mit aufwändigen Modernisierungsarbeiten hat Vattenfall in den vergangenen Jahren den Wirkungsgrad des Kraftwerkes um 3 Prozentpunkte auf 36 Prozent angehoben. Dies führte zu einer Senkung der CO 2 -Emissonen von 3,1 Millionen Tonnen pro Jahr, bezogen auf den Kohleeinsatz des Jahres 1990. Heute vor 30 Jahren erfolgte die erste Netzschaltung im Kraftwerk Jänschwalde am Block A. Knapp sieben Jahre später ging Block F, der Letzte von insgesamt sechs 500-MW-Blöcken ans Netz. Gemeinsam mit aktiven und ehemaligen Mitarbeitern haben heute Vertreter des Unternehmens Vattenfall und der Politik das Jubiläum im Kraftwerk Jänschwalde begangen.
„Die Anforderungen beim Umwelt- und Klimaschutz sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Unsere Produkte sind bereits umweltfreundlich, nun müssen sie noch klimafreundlicher werden“, so Hubertus Altmann, Kraftwerksvorstand der Bergbau- und Stromerzeugungssparte von Vattenfall in der Lausitz. Von 1991 an wurden technische Parameter an die bundesdeutsche Umweltgesetzgebung angepasst. Bis heute konnte eine Reduzierung beim Staub von 99 Prozent, beim Schwefeldioxid von 96 Prozent sowie bei den Stickoxiden von 76 Prozent erzielt werden. Nach 1996 wurde die Modernisierung der Turbinen maßgeblich fortgesetzt. Mit dieser und weiteren Maßnahmen konnte im Zeitraum 1990 bis heute eine CO 2 – Reduzierung von 14 Prozent erzielt werden, was einer absoluten Einsparung von 3,1 Millionen Tonnen pro Jahr bezogen auf die Strom- und Wärmeerzeugung des Jahres 1990 entspricht. Insgesamt wurden für Umbauten im Kraftwerk Jänschwalde etwa 1,9 Milliarden Euro ausgegeben.
„Wir halten daran fest, Braukohle mit der CCS-Technologie klimafreundlich verstromen zu wollen. Dabei wollen wir alle Fragen, insbesondere zur Speicherung von Kohlendioxid, vorab gründlich prüfen. Braunkohle ist nicht nur ein heimischer sondern auch ein langfristig verfügbarer Energieträger, der für Wirtschaftskraft in der Lausitz sorgt“, so Altmann. Im Rahmen der CCS-Technologie hat Vattenfall bereits die Planungen zum Bau eines Demo-Kraftwerkes am Standort Jänschwalde vorangetrieben. Der geplante Oxyfuel-Block G hätte einen Wirkungsgrad von 36 Prozent. In dem 250-MW-Block könnten 1,3 Millionen Tonnen CO 2 abgeschieden werden. Zudem ist vorgesehen, am Block F eine Rauchgaswäsche zu installieren. In dieser 50-MW-Anlage könnten dann 0,4 Millionen Tonnen CO 2 abgeschieden werden. Vattenfall ist bereit, 1,5 Milliarden Euro für die CCS-Technologie zu investieren.
Brandenburgs Innenminister Dietmar Woidke gratulierte im Namen der Landesregierung zum 30-jährigen Laufzeitjubiläum des Kraftwerkes Jänschwalde, das “nicht nur eine feste Größe, sondern eine Konstante für die Menschen in der Lausitz sei”. Woidke weiter: “Vattenfall ist hier der größte Arbeitgeber. Das stärkt die Region und ihre Menschen. Das sichert Existenzen und Perspektiven.” Zu diesen Perspektiven gehören auch der Kraftwerksstandort Jänschwalde und die Zukunftsfähigkeit der Braunkohle, die untrennbar mit den Technologien zur Eindämmung von CO2 verbunden sei. “Weniger Emissionen bedeuten mehr Akzeptanz für Ihr Unternehmen”, erklärte der Minister. “Dass dieses Thema beim heutigen Festakt eine wichtige Rolle spielt, zeugt davon, dass Sie sich nicht auf Ihren 30 Jahren ausruhen, sondern die Zukunft gestalten wollen”, so Woidke an die Adresse des Unternehmens.
Für das Jahr 2011 haben sich die Kraftwerker in Jänschwalde zwei Schwerpunkte bei der Instandhaltung vorgenommen. Um die Zuverlässigkeit weiter zu erhöhen und die CO 2 -Emissonen zu senken, planen sie während einer zweimonatigen Revision, die Feuerung am Dampferzeuger umzubauen, moderne Speisepumpenantriebsturbinen einzubauen sowie das Mitteldruckteil der 500 MW-Dampfturbine zu modernisieren. Außerdem geht voraussichtlich ein Drittel des Kraftwerkes im Sommer für zwei Wochen außer Betrieb. Dann stehen planmäßige Reparaturen an, die helfen sollen, den Kraftwerksprozess weiter zu stabilisieren.
Rund 1.000 Vattenfall-Mitarbeiter sind am Kraftwerksstandort Jänschwalde beschäftigt. Ihnen stehen noch mal rund 400 Mitarbeiter von Servicefirmen für Wartung, Service und laufende Reparaturen zur Seite. In Revisionszeiten unterstützen zusätzlich bis zu 800 Personen von Fremdfirmen die Kollegen des Technischen Services Kraftwerke. Zwischen 100 und 150 Azubis lernen ständig in der Ausbildungsstätte des Kraftwerkes. In den Anfangszeiten des Kraftwerksbetriebs waren über 4000 Menschen beschäftigt. Über 3000 junge Leute wurden seit den 1980er Jahren in Jänschwalde zu Facharbeitern ausgebildet.
Eine weitere Herausforderung, mit der sich die Kraftwerker verstärkt auseinandersetzen, ist die erhöhte Anforderung an die Flexibilität der Anlagen. Seit Anfang des Jahres hat das Kraftwerk Jänschwalde auf die Produktion von etwa 220 Tausend Megawattstunden Elektroenergie verzichtet, damit Windräder den klimafreundlichen Strom ins Netz speisen können. „Das ist der Strom, den eine Stadt wie Dresden innerhalb von etwa drei Wochen verbraucht“. Altmann weiter: „Dass dennoch die Grundlast gebraucht werde, zeigen uns die Auslastungszahlen unserer Blöcke. Für die kommenden Jahrzehnte ist ein Mix aus fossilen und erneuerbaren Energieträgern unumgänglich – zumindest wenn Strom bezahlbar und zu jeder Uhrzeit verfügbar sein soll.“
Quelle: Vattenfall Europe AG
Foto © euroluftbild.de
Mit aufwändigen Modernisierungsarbeiten hat Vattenfall in den vergangenen Jahren den Wirkungsgrad des Kraftwerkes um 3 Prozentpunkte auf 36 Prozent angehoben. Dies führte zu einer Senkung der CO 2 -Emissonen von 3,1 Millionen Tonnen pro Jahr, bezogen auf den Kohleeinsatz des Jahres 1990. Heute vor 30 Jahren erfolgte die erste Netzschaltung im Kraftwerk Jänschwalde am Block A. Knapp sieben Jahre später ging Block F, der Letzte von insgesamt sechs 500-MW-Blöcken ans Netz. Gemeinsam mit aktiven und ehemaligen Mitarbeitern haben heute Vertreter des Unternehmens Vattenfall und der Politik das Jubiläum im Kraftwerk Jänschwalde begangen.
„Die Anforderungen beim Umwelt- und Klimaschutz sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Unsere Produkte sind bereits umweltfreundlich, nun müssen sie noch klimafreundlicher werden“, so Hubertus Altmann, Kraftwerksvorstand der Bergbau- und Stromerzeugungssparte von Vattenfall in der Lausitz. Von 1991 an wurden technische Parameter an die bundesdeutsche Umweltgesetzgebung angepasst. Bis heute konnte eine Reduzierung beim Staub von 99 Prozent, beim Schwefeldioxid von 96 Prozent sowie bei den Stickoxiden von 76 Prozent erzielt werden. Nach 1996 wurde die Modernisierung der Turbinen maßgeblich fortgesetzt. Mit dieser und weiteren Maßnahmen konnte im Zeitraum 1990 bis heute eine CO 2 – Reduzierung von 14 Prozent erzielt werden, was einer absoluten Einsparung von 3,1 Millionen Tonnen pro Jahr bezogen auf die Strom- und Wärmeerzeugung des Jahres 1990 entspricht. Insgesamt wurden für Umbauten im Kraftwerk Jänschwalde etwa 1,9 Milliarden Euro ausgegeben.
„Wir halten daran fest, Braukohle mit der CCS-Technologie klimafreundlich verstromen zu wollen. Dabei wollen wir alle Fragen, insbesondere zur Speicherung von Kohlendioxid, vorab gründlich prüfen. Braunkohle ist nicht nur ein heimischer sondern auch ein langfristig verfügbarer Energieträger, der für Wirtschaftskraft in der Lausitz sorgt“, so Altmann. Im Rahmen der CCS-Technologie hat Vattenfall bereits die Planungen zum Bau eines Demo-Kraftwerkes am Standort Jänschwalde vorangetrieben. Der geplante Oxyfuel-Block G hätte einen Wirkungsgrad von 36 Prozent. In dem 250-MW-Block könnten 1,3 Millionen Tonnen CO 2 abgeschieden werden. Zudem ist vorgesehen, am Block F eine Rauchgaswäsche zu installieren. In dieser 50-MW-Anlage könnten dann 0,4 Millionen Tonnen CO 2 abgeschieden werden. Vattenfall ist bereit, 1,5 Milliarden Euro für die CCS-Technologie zu investieren.
Brandenburgs Innenminister Dietmar Woidke gratulierte im Namen der Landesregierung zum 30-jährigen Laufzeitjubiläum des Kraftwerkes Jänschwalde, das “nicht nur eine feste Größe, sondern eine Konstante für die Menschen in der Lausitz sei”. Woidke weiter: “Vattenfall ist hier der größte Arbeitgeber. Das stärkt die Region und ihre Menschen. Das sichert Existenzen und Perspektiven.” Zu diesen Perspektiven gehören auch der Kraftwerksstandort Jänschwalde und die Zukunftsfähigkeit der Braunkohle, die untrennbar mit den Technologien zur Eindämmung von CO2 verbunden sei. “Weniger Emissionen bedeuten mehr Akzeptanz für Ihr Unternehmen”, erklärte der Minister. “Dass dieses Thema beim heutigen Festakt eine wichtige Rolle spielt, zeugt davon, dass Sie sich nicht auf Ihren 30 Jahren ausruhen, sondern die Zukunft gestalten wollen”, so Woidke an die Adresse des Unternehmens.
Für das Jahr 2011 haben sich die Kraftwerker in Jänschwalde zwei Schwerpunkte bei der Instandhaltung vorgenommen. Um die Zuverlässigkeit weiter zu erhöhen und die CO 2 -Emissonen zu senken, planen sie während einer zweimonatigen Revision, die Feuerung am Dampferzeuger umzubauen, moderne Speisepumpenantriebsturbinen einzubauen sowie das Mitteldruckteil der 500 MW-Dampfturbine zu modernisieren. Außerdem geht voraussichtlich ein Drittel des Kraftwerkes im Sommer für zwei Wochen außer Betrieb. Dann stehen planmäßige Reparaturen an, die helfen sollen, den Kraftwerksprozess weiter zu stabilisieren.
Rund 1.000 Vattenfall-Mitarbeiter sind am Kraftwerksstandort Jänschwalde beschäftigt. Ihnen stehen noch mal rund 400 Mitarbeiter von Servicefirmen für Wartung, Service und laufende Reparaturen zur Seite. In Revisionszeiten unterstützen zusätzlich bis zu 800 Personen von Fremdfirmen die Kollegen des Technischen Services Kraftwerke. Zwischen 100 und 150 Azubis lernen ständig in der Ausbildungsstätte des Kraftwerkes. In den Anfangszeiten des Kraftwerksbetriebs waren über 4000 Menschen beschäftigt. Über 3000 junge Leute wurden seit den 1980er Jahren in Jänschwalde zu Facharbeitern ausgebildet.
Eine weitere Herausforderung, mit der sich die Kraftwerker verstärkt auseinandersetzen, ist die erhöhte Anforderung an die Flexibilität der Anlagen. Seit Anfang des Jahres hat das Kraftwerk Jänschwalde auf die Produktion von etwa 220 Tausend Megawattstunden Elektroenergie verzichtet, damit Windräder den klimafreundlichen Strom ins Netz speisen können. „Das ist der Strom, den eine Stadt wie Dresden innerhalb von etwa drei Wochen verbraucht“. Altmann weiter: „Dass dennoch die Grundlast gebraucht werde, zeigen uns die Auslastungszahlen unserer Blöcke. Für die kommenden Jahrzehnte ist ein Mix aus fossilen und erneuerbaren Energieträgern unumgänglich – zumindest wenn Strom bezahlbar und zu jeder Uhrzeit verfügbar sein soll.“
Quelle: Vattenfall Europe AG
Foto © euroluftbild.de