Da sich die Afrikanische Schweinepest im Landkreis Spree-Neiße weiter ausbreitet, sind derzeit drei temporäre Wildschweinabwehrzäune in Planung. Noch in dieser Woche soll begonnen werden, den ersten Zaun beginnend in Groß Gaglow/Klein Gaglow über Harnischdorf und Klein Döbbern angrenzend bis Terpe zu errichten. Wie der Landkreis mitteilte, starten die Bauarbeiten dafür an der Bühlower Kreuzung in nördlicher und südlicher Richtung. Zudem sind zwei weitere Zäune geplant, um den nordwestlichen Bereich des Landkreises sowie den Landkreis Oberspreewald-Lausitz zu schützen.
Der Landkreis Spree-Neiße teilte dazu mit:
Nachdem bei Sembten im September 2020 die ASP erstmals im Landkreis Spree-Neiße amtlich festgestellt wurde, wurden unverzüglich tierseuchenrechtliche Maßnahmen angeordnet und umgesetzt, welche das Ziel haben, die Weiterverbreitung der Infektion in Brandenburg, in Deutschland und in der EU zu unterbinden sowie die Hausschweinepopulation vor Infektionen und den damit verbundenen existenzbedrohenden Folgen in allen zugehörigen Wirtschaftsbereichen zu schützen sowie zu bewahren.
Trotz dieser Bemühungen hat sich die ASP weiter ausgebreitet, sodass es im Landkreis aktuell drei Kerngebiete gibt und weitere Maßnahmen erforderlich sind. Über die Festlegung der Restriktionsgebiete informiert die aktuelle Tierseuchenallgemeinverfügung, welche unter anderem auf der Landkreis-Homepage (https://www.lkspn.de/aktuelles/afrikanische-schweinepest.html) veröffentlicht ist. In der dazugehörigen Karte sind auch die Verläufe der Zäune, die in den Sperrzonen errichtet werden, zu finden. Weil sich die ASP beim Stausee in Spremberg/Grodk in nordwestlicher Richtung ausbreitet, soll ein Wildschweinabwehrzaun, beginnend in Groß Gaglow/Klein Gaglow über Harnischdorf und Klein Döbbern angrenzend bis Terpe errichtet werden. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich in der 48. Kalenderwoche starten, anfangend an der Bühlower Kreuzung in nördlicher und südlicher Richtung.
Sollten sich für Anwohnerinnen und Anwohner durch diesen festen Wildschweinabwehrzaun Einschränkungen bei der Zugänglichkeit zu ihren Grundstücken ergeben, können sie sich mit dem für die Bauüberwachung verantwortlichen Baubüro G. Stein in Verbindung setzen:
Tel.: 03576 24 13 14
E-Mail: [email protected]
Zwei weitere Wildschweinabwehr-Zäune geplant
Darüber hinaus werden zwei weitere Zäune geplant, um den nordwestlichen Bereich des Landkreises sowie den Landkreis Oberspreewald-Lausitz zu schützen. Aus diesem Grund wird ein 1,20 Meter hoher fester Wildschweinabwehrzaun aus Knotengeflecht, der 20 cm umgeschlagen wird, in folgenden Bauabschnitten errichtet:
Segmentzaun – B169
Entlang der B169 angrenzend an Klein Oßnig über Schorbus – Laubst – Drebkau/Drjowk bis Domsdorf anschließend zum Landkreis Oberspreewald-Lausitz.
Kerngebiet 7 – L52
Entlang der L52 angrenzend an die Landkreisgrenze zu OSL bei Casel Richtung Golschow über Drebkau/Drjowk – Raakow – Merkur – Jehserig – Rehnsdorf mit Anschluss an den Wildschweinabwehrschutzzaun bei der B97.
Sollten sich für Anwohnerinnen und Anwohner durch die aktuellen Zaunbauarbeiten (Kerngebiet 7 – L52 und Segmentzaun – B169) Einschränkungen bei der Zugänglichkeit zu ihren Grundstücken ergeben, können sie sich mit dem für die Bauüberwachung verantwortlichen Ingenieurbüro IPP Hydro Consult GmbH, Herrn Dünnbier, in Verbindung setzen:
Tel.: 0173 6594892
E-Mail: [email protected]
Die Zäune müssen mindestens solange stehen bleiben, bis von Wildschweinen keine Seuchengefährdung und Weiterverbreitung der ASP mehr ausgeht. Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, den Landkreis bei der Bekämpfung der ASP zu unterstützen, indem Tore der Zäune stets geschlossen gehalten und Schäden umgehend an das Veterinäramt des Landkreises Spree-Neiße unter folgender Telefonnummer: 03562 986-13999 gemeldet werden.
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Red. / Presseinfo