Gestern Abend sprach sich eine große Mehrheit der Stadtverordnetenversammlung von Müllrose (Oder-Spree) für die Beibehaltung der Untersagung seismischer Erkundungen durch das britische Unternehmen Celtique Energy aus. Zuvor verlangte das Brandenburgische Landesbergamt eine Rücknahme des betreffenden Beschlusses. Dem folgten jedoch Bürgermeister Ingomar Friebel (SPD) und die Mehrheit der Abgeordneten nicht. „Wir werden dem Druck des Bergamtes standhalten“, erklärte Friebel im vollen Saal des Müllroser Rathauses. Der Beschluss vom 21. Februar 2012, wonach sich die Stadt Müllrose grundsätzlich gegen seismische Untersuchungen aussprach, hat somit weiterhin Bestand. Der Bürgermeister erklärte zudem in der Sitzung, der damalige Beschluss sei kein Widerspruch gegen das Vorhaben insgesamt, so wie es das Bergamt verstanden hat, sondern man habe sich seinerzeit nur gegen die Nutzung öffentlichen Gemeindeeigentums ausgesprochen.
In einem Schreiben, das der Bürgerinitiative vorliegt, verlangt das Landesbergamt den Widerspruch der Stadt Müllrose zurückzuziehen. „Dem öffentlichen Interesse an einer planmäßigen Durchführung der Aufsuchung und dem erheblichen wirtschaftlichen Interesse des Unternehmens ist in diesem Fall größeres Gewicht zuzumessen“, heißt es im Schreiben der Landesbergbaubehörde in Cottbus.
Der Sprecher der Bürgerinitiative gegen die CO2-Verpressung in Müllrose Roland Kramski bezeichnete den Entschluss der Stadtverordneten als „wegweisend“. Der Beschluss aus dem Jahr 2012 sei demokratisch gefällt worden. Das Bergamt und der Erdölförderer müssen sich dem fügen. „Einem Aufweichen der Demokratie werden wir nicht tatenlos zusehen”, so Kramski: „Wir sind ein anerkannter Erholungsort und wollen das auch bleiben. Wenn Celtique Energy umstrittene Fördertechniken wie Fracking oder das Auspumpen der Förderstelle mittel CO2 (Enhanced Oil recovery – EOR) anwendet, sind wir den Status los.“
Ohnehin sei die Seismik als solche nicht so harmlos wie immer behauptet wird. So habe es erst Ende August 2013 Probleme bei der Erkundung im potentiellen Erdölfördergebiet am Schwielochsee gegeben. Dort traten nachdem die schweren Maschinen Vibrationen erzeugten Haarrisse am Haus der Ortsvorsteherin von Briesensee (Dahme-Spreewald) Doris Groger auf, die daraufhin ein Stopp der Untersuchung durch eine Sitzblockade erzwang.
Quelle: CCS-Protest c/o „Bürger für Klimaschutz“
Roland Kramski, Bürgerinitiative gegen CO2-Verpressung Müllrose
Gestern Abend sprach sich eine große Mehrheit der Stadtverordnetenversammlung von Müllrose (Oder-Spree) für die Beibehaltung der Untersagung seismischer Erkundungen durch das britische Unternehmen Celtique Energy aus. Zuvor verlangte das Brandenburgische Landesbergamt eine Rücknahme des betreffenden Beschlusses. Dem folgten jedoch Bürgermeister Ingomar Friebel (SPD) und die Mehrheit der Abgeordneten nicht. „Wir werden dem Druck des Bergamtes standhalten“, erklärte Friebel im vollen Saal des Müllroser Rathauses. Der Beschluss vom 21. Februar 2012, wonach sich die Stadt Müllrose grundsätzlich gegen seismische Untersuchungen aussprach, hat somit weiterhin Bestand. Der Bürgermeister erklärte zudem in der Sitzung, der damalige Beschluss sei kein Widerspruch gegen das Vorhaben insgesamt, so wie es das Bergamt verstanden hat, sondern man habe sich seinerzeit nur gegen die Nutzung öffentlichen Gemeindeeigentums ausgesprochen.
In einem Schreiben, das der Bürgerinitiative vorliegt, verlangt das Landesbergamt den Widerspruch der Stadt Müllrose zurückzuziehen. „Dem öffentlichen Interesse an einer planmäßigen Durchführung der Aufsuchung und dem erheblichen wirtschaftlichen Interesse des Unternehmens ist in diesem Fall größeres Gewicht zuzumessen“, heißt es im Schreiben der Landesbergbaubehörde in Cottbus.
Der Sprecher der Bürgerinitiative gegen die CO2-Verpressung in Müllrose Roland Kramski bezeichnete den Entschluss der Stadtverordneten als „wegweisend“. Der Beschluss aus dem Jahr 2012 sei demokratisch gefällt worden. Das Bergamt und der Erdölförderer müssen sich dem fügen. „Einem Aufweichen der Demokratie werden wir nicht tatenlos zusehen”, so Kramski: „Wir sind ein anerkannter Erholungsort und wollen das auch bleiben. Wenn Celtique Energy umstrittene Fördertechniken wie Fracking oder das Auspumpen der Förderstelle mittel CO2 (Enhanced Oil recovery – EOR) anwendet, sind wir den Status los.“
Ohnehin sei die Seismik als solche nicht so harmlos wie immer behauptet wird. So habe es erst Ende August 2013 Probleme bei der Erkundung im potentiellen Erdölfördergebiet am Schwielochsee gegeben. Dort traten nachdem die schweren Maschinen Vibrationen erzeugten Haarrisse am Haus der Ortsvorsteherin von Briesensee (Dahme-Spreewald) Doris Groger auf, die daraufhin ein Stopp der Untersuchung durch eine Sitzblockade erzwang.
Quelle: CCS-Protest c/o „Bürger für Klimaschutz“
Roland Kramski, Bürgerinitiative gegen CO2-Verpressung Müllrose