Die BASF Schwarzheide rüstet auf 5G um und den startet den Campusnetzausbau. Dafür ist heute der Startschuss gefallen. Wie das Unternehmen mitteilte, wird bei diesem Projekt zusammen mit Vodafone kooperiert. Im Januar letzten Jahres wurde dafür bereits ein Testfeld am Standort in Betrieb genommen, um beispielsweise diverse Anwendungsfälle zu testen. Als nächsten Schritt sehen die Planungen vor, sechs Antennenmasten zu errichten, um das gesamte Werksgelände mit der 5G-Technologie zu versorgen. Künftig sollen so die Produktionsanlagen überwacht oder auch Produktionsprozesse optimiert werden. Voraussichtlich Ende 2024 soll die Millioneninvestition abgeschlossen sein.
Die BASF Schwarzheide teilte dazu mit:
Die BASF Schwarzheide GmbH wird bis Ende 2024 ein standortweites 5G-Campusnetz errichten. Am 8. November haben Jürgen Fuchs, Vorsitzender der Geschäftsführung der BASF Schwarzheide GmbH, und Alexander Saul, Geschäftsführer Firmenkunden bei Vodafone Deutschland, im Beisein von Prof. Dr. Jörg Steinbach, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Energie des Landes Brandenburgs, den Startschuss für den Produktivausbau des 5G-Testfeldes bekannt gegeben. BASF kooperiert bei diesem Projekt am Standort Schwarzheide mit Vodafone.

Minister Steinbach verwies auf das im September vom Wirtschaftsministerium veröffentlichte Memorandum of Understanding für die Unterstützung von 5G-Anwendungsprojekten in Brandenburg „Ich bin sehr froh, dass unsere Initiative zu dem breiten Einsatz modernster Mobilfunktechnologien dazu beitragen wird, innovative Anwendungen in Brandenburg zu fördern. So schaffen wir gemeinsam mit BASF und Vodafone als Partner die digitalen Infrastrukturen, um künftig moderne Werkzeuge wie Künstliche Intelligenz einsetzen zu können.“
Im Januar 2022 hatte BASF mit ihrem Partner Vodafone ein 5G-Testfeld am Standort Schwarzheide in Betrieb genommen. In den zurückliegenden Monaten wurden in einem ausgewählten Bereich des Werksgeländes diverse Anwendungsfälle getestet wie die Installation kabelloser Sensoren, 5G Kameraanwendungen oder die Bereitstellung mobiler IT-Anbindungen. BASF investiert nun bis Ende 2024 einen einstelligen Millionenbetrag in den Ausbau des Testfeldes zum Produktivnetz. Am Standort werden insgesamt sechs Antennenmasten errichtet, um das gesamte Werksgelände mit der 5G-Technologie zu versorgen. Einen Nutzen verspricht sich das Unternehmen vor allem für die Überwachung und Instandhaltung der Produktionsanlagen und die Optimierung der Produktionsprozesse.
Alexander Saul, Geschäftsführer Firmenkunden bei Vodafone Deutschland: „Wir sind der Digitalisierungspartner der deutschen Industrie und begleiten die BASF in Schwarzheide beim Betrieb des lokalen 5G-Netzes. Hier kommunizieren Sensoren, Maschinen, Roboter und Drohnen bald in Echtzeit miteinander. Damit wird der Lausitzer BASF-Standort zum Vorreiter in Europas Prozessindustrie. In den vergangenen Monaten haben wir dort zugleich wertvolle Einblicke in die Anforderungen der Prozessindustrie erhalten. Zugleich haben wir zeigen können, dass unsere 5G-Lösungen die Branchenanforderungen im Anlagen- und Prozessumfeld der Chemie erfüllen.”
„Mit dem Ausbau des 5G-Campusnetzes gehen wir den nächsten wichtigen Schritt in der Digitalisierung unseres Standortes. Diese Funktechnologie eröffnet uns neue Türen – zum einen um bestehende Anwendungen bedeutend wirtschaftlicher zu gestalten und zum anderen um Anwendungen, die heute noch nicht absehbar oder denkbar wären, überhaupt erst zu ermöglichen. Wir können auf diese Weise unsere Zukunft nachhaltig mitgestalten und Innovationen fördern“, betonte Fuchs. „Das 5G-Campusnetz erhöht die Wettbewerbsfähigkeit unseres Standortes und wird auch darüber hinaus seine Strahlkraft zeigen, indem es die Region in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung stärkt und sie auch für Fachkräfte attraktiver macht.“
Das 5G-Campusnetz am Standort Schwarzheide
Die BASF Schwarzheide GmbH setzt auf ein Campusnetz und agiert damit unabhängig vom öffentlichen Mobilfunknetz. Dieses lokale Netz bringt extra schnellen Mobilfunk gezielt in Unternehmens- und Produktionsstandorte. Es
ermöglicht, das 5G-Netz an den eigenen Anforderungen auszurichten und zu gestalten. Besondere Vorteile verspricht 5G dort, wo Maschinen miteinander kommunizieren, große Datenmengen nahezu in Echtzeit ausgetauscht werden und Latenzen minimal ausfallen müssen. Mit Verzögerungszeiten von gerade einmal zehn Millisekunden reagiert das Netz nahezu in Echtzeit und so schnell wie keine andere Mobilfunkgeneration zuvor. Mit 5G spart das Netz zudem bis zu 20 Prozent Strom. Zudem kann 5G bis zu eine Million Gegenstände und Smartphones pro Quadratkilometer vernetzen – zehn Mal mehr als bisherige Technologien und ohne Qualitätsverlust. 5G ist damit eine Schlüsseltechnologie für neue Automatisierungsanwendungen, den Einsatz von Robotern und Drohnen sowie die fortlaufende Digitalisierung von Produktionsanlagen. Für beteiligte Partner eröffnet das 5G-Campusnetz zudem die Chance, 5G-taugliche Geräte und Lösungen zu entwickeln, die die Kundenanforderungen erfüllen.
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Red. / Presseinfo
Bilder: BASF