In Treppendorf bei Lübben wurden Maßnahmen gegen eine illegal errichtete Cross-Strecke im Naturschutzgebiet eingeleitet. Die Stadt setzt damit eine Aufforderung der Forstbehörde um. Wie die Stadtverwaltung am Mittwoch mitteilte, wurden zunächst Verbotsschilder aufgestellt, nun folgen verstärkte Kontrollen. Die Schäden im geschützten Biotop sind laut der Stadt erheblich.
Verstärkte Kontrollen und Aufrufe zum Schutz des Waldes
Die Stadt Lübben reagiert auf eine Forderung der Forstbehörde und ergreift Maßnahmen gegen einen illegal angelegten Cross-Parcours im Biotop zwischen Lübben und Treppendorf. Bereits vor einigen Wochen wurden in dem geschützten Gebiet massive Schäden festgestellt. Die illegale Nutzung umfasst unter anderem Bodenabtragungen, Aufschüttungen, das Lagern von Fremdmaterialien sowie die Befahrung mit Fahrzeugen. Dabei wurden Sprungschanzen und Sprunghügel mit OSB-Platten und Rundholz errichtet. Nach Angaben der Stadt handelt es sich rechtlich um eine nicht genehmigte Waldumwandlung auf einer Fläche von rund 4.000 Quadratmetern. Die Rückführung des Geländes in den ursprünglichen Zustand, inklusive Müllbeseitigung und Geländeangleichung, verursacht hohe Kosten. Diese sollen dem oder den Verursachern in Rechnung gestellt werden, sobald diese identifiziert sind. Die Stadt betont, dass das betroffene Waldstück in ein besonders geschützter Lebensraum für wildlebende Tiere und Pflanzen ist. Laut Bundesnaturschutzgesetz und dem Brandenburgischen Naturschutzgesetz ist das Biotop besonders zu sichern. Nach einer gemeinsamen Begehung durch Stadtverwaltung und Forstbehörde sowie der erfolgten Beweissicherung, wurden Maßnahmen zur Eindämmung eingeleitet.
Künftig sollen Polizei, Ordnungsamt und Forst die Kontrollen im Gebiet intensivieren. Die Stadt weist darauf hin, dass das Befahren des Biotops mit Fahrzeugen jeglicher Art streng verboten ist. Verstöße können mit Bußgeldern von bis zu 100.000 Euro geahndet werden. Auch das unbefugte Lagern von Materialien kann zusätzliche Strafen bis zu 20.000 Euro nach sich ziehen. Die Stadt warnt zudem vor Gefahren für Mensch, Tier und Natur durch die unerlaubt errichtete Strecke.
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Red. / Presseinformation