Das Raumflugplanetarium in Cottbus steht vor einem umfassenden Umbruch: Neben einem geplanten Wechsel in der Leitung rückt vor allem der Zustand der technischen Ausstattung in den Fokus. Um den Betrieb auch langfristig zu sichern, setzt die Einrichtung auf eine groß angelegte Spendenaktion. Ab Mai übernimmt Patrick Smialowski die Leitung des Planetariums. Er folgt auf den bisherigen Leiter Gerd Tiele, der in den Ruhestand geht. Smialowski kommt aus einem anderen Berufsfeld und war zuvor viele Jahre im Personenschutz tätig. Über seine private Begeisterung für Astronomie und Astrophysik kam er schließlich in Kontakt mit dem Planetarium. „Es hat einen leicht bitteren Beigeschmack, weil eigentlich Sebastian die Stelle hätte übernehmen sollen“, sagte Smialowski am NL-Mikrofon. Dennoch sei er motiviert, die Aufgabe zu übernehmen: „Ich denke, ich bin auch der richtige Mann am richtigen Ort, um das durchzuziehen – weil es mir einfach sehr, sehr am Herzen liegt.“
Technische Erneuerung notwendig
Ein zentrales Thema der künftigen Arbeit ist die dringend benötigte Modernisierung der Projektionstechnik. Die derzeit im Einsatz befindlichen Beamer liefern eine 2K-Auflösung und arbeiten mit Halogenbirnen, die regelmäßig ausgetauscht werden müssen. „Die Technik hat ihre besten Zeiten hinter sich und wird irgendwann ausfallen“, so Patrick Smialowski.
Geplant ist die Anschaffung von 4K-Laserbeamern, die langlebiger, energieeffizienter und ökologisch vorteilhafter sind. Die Kosten für die neue Ausstattung belaufen sich auf rund 360.000 Euro. „Es handelt sich speziell um diese beiden Beamer, diese Bildgeber, die ausgetauscht werden müssen“, erklärte der künftige Leiter. Erste Mittel wurden bereits eingeworben: „Wir haben von der Stadt Cottbus 27.000 Euro bekommen, konnten über eine Stiftung noch einmal 20.000 Euro generieren“, so Smialowski. Weitere Unterstützung durch die Sparkasse ist angekündigt. Für mehr Infos ->> Hier klicken
Konto: DE46 1805 0000 0190 1201 85
SWIFT-BIC: WELADED1CBN
Zahlungsgrund: Spende Neue Technik
Das Cottbuser Planetarium bietet derzeit ein vielfältiges Programm. Dazu gehören wissenschaftliche Shows wie „Ziel Zukunft“, in der die langfristige Entwicklung des Universums thematisiert wird, sowie eine visuelle Reise durch das Sonnensystem. Musikformate wie „Space Rock Symphonies“ oder die neu entwickelte Show „Space Classics“ ergänzen das Angebot. Smialowski blickt zuversichtlich in die Zukunft. Sein Ziel: „Dass wir tatsächlich auf einen Bereich kommen von 35.000 oder vielleicht sogar 40.000 Besuchern im Jahr.“
Heute in der Lausitz – Unser täglicher Newsüberblick
Mehr Infos und News aus der Lausitzer und Südbrandenburger Region sowie Videos und Social-Media-Content von heute findet ihr in unserer Tagesübersicht –>> Hier zur Übersicht
Red.