Der Indoor-Anbau von Cannabis erfreut sich zunehmender Beliebtheit, da er die Kontrolle über Wachstumsbedingungen ermöglicht und somit zu qualitativ hochwertigen Erträgen führen kann. Diese Anleitung bietet einen umfassenden Überblick über die notwendigen Schritte, von der Planung bis zur Ernte.
Welche rechtlichen Vorgaben sind zu beachten
Mit dem Inkrafttreten des Cannabisgesetzes (CanG) am 1. April 2024 hat Deutschland den privaten Besitz und den Anbau von drei THC-haltigen Cannabispflanzen legalisiert. THC (Tetrahydrocannabinol) ist der berauschende Wirkstoff der Hanfpflanze. Wer keine psychoaktiven Effekte erzielen möchte, kann auf H4CBD von Jay-Tea.de zurückgreifen.
Welche Utensilien werden zum Indoor-Anbau benötigt?
Für einen erfolgreichen Indoor-Anbau ist die Anschaffung der folgenden Ausrüstungsgegenstände empfehlenswert:
- Growbox oder Growzelt: Bietet eine kontrollierte Umgebung für die Pflanzen und schützt vor äußeren Einflüssen.
- Beleuchtung: LED-Lampen sind energieeffizient und erzeugen wenig Wärme, was sie ideal für den Indoor-Anbau macht.
- Zeitschaltuhr: Dient der Simulation der Hell- und Dunkelphasen.
- Ventilator: Sorgt für frische Luftzufuhr und reguliert die Temperatur sowie die Luftfeuchtigkeit.
- Töpfe und Anzuchterde: Dienen als Grundlage für das Pflanzenwachstum.
- Bewässerungssystem: Erleichtert die gleichmäßige Wasserversorgung der Pflanzen.
- Saatgut: Es empfiehlt sich, entweder feminisierte Samen oder Autoflowering-Saatgut zu verwenden.
Wachstumsphasen von Cannabis
Cannabis bildet mehrere Wachstumsphasen aus.
Keimung
Der erste Schritt im Anbauprozess ist die Keimung der Samen. Hierbei wird das Saatgut über einen Zeitraum von 7 bis 10 Tagen in feuchtem Küchenpapier oder speziellen Anzuchtmedien platziert, bis es keimt. Eine konstante Temperatur von etwa 22 bis 25 °C und eine hohe Luftfeuchtigkeit fördern diesen Prozess.
Sämlingsstadium
Nach der Keimung entwickeln sich die jungen Pflanzen zu Sämlingen. In dieser Phase benötigen sie viel Licht, jedoch sollte die Intensität moderat sein, um Verbrennungen zu vermeiden. Eine Umgebungstemperatur von 20 bis 25 °C und eine Luftfeuchtigkeit von 60 bis 70 % sind ideal.
Vegetative Phase
In der vegetativen Phase wächst die Pflanze kräftig und bildet Blätter sowie Stängel aus. Eine Beleuchtungsdauer von 18 Stunden Licht und 6 Stunden Dunkelheit pro Tag unterstützt dieses Wachstum. Die Nährstoffzufuhr sollte stickstoffreich sein, um das Blattwachstum zu fördern. Regelmäßiges Gießen, ohne Staunässe zu verursachen, ist essenziell.
Blütephase
Durch die Reduzierung der Beleuchtungszeit auf 12 Stunden Licht und 12 Stunden Dunkelheit wird die Blütephase eingeleitet. In dieser Phase entwickeln sich die Blütenstände, die später geerntet werden. Die Nährstoffzufuhr sollte nun Phosphor- und Kalium-betont sein, um die Blütenbildung zu unterstützen. Eine sorgfältige Kontrolle der Luftfeuchtigkeit ist wichtig, um Schimmelbildung zu vermeiden.
Ernte
Der richtige Erntezeitpunkt ist erreicht, wenn die Trichome, die kleinen Harzdrüsen auf den Blüten, eine milchige bis bernsteinfarbene Färbung angenommen haben. Die Pflanzen werden jetzt vorsichtig abgeschnitten und die Blüten von überschüssigen Blättern befreit.
Trocknung und Aushärtung
Nach der Ernte müssen die Blüten langsam getrocknet werden, um ein optimales Aroma und eine gute Qualität zu erreichen. Anschließend erfolgt die Aushärtung in luftdichten Behältern, wodurch das Endprodukt veredelt wird.
Tipps für einen erfolgreichen Cannabisanbau
Um den Wuchs der Pflanzen zu optimieren, verwenden erfahrene Grower die folgenden Techniken:
- Topping: Entfernung der Haupttriebspitze, um das Wachstum von Seitentrieben zu fördern und eine buschigere Pflanze zu erhalten.
- Lollipopping: Entfernung der unteren Blätter und Zweige, um die Energie der Pflanze auf die oberen Blüten zu konzentrieren.
- Super-Cropping: Gezieltes Quetschen und Biegen von Zweigen, um das Wachstumshormon der Pflanze umzuleiten und die Erträge zu steigern.
Fazit
Der Indoor-Anbau von Cannabis erfordert eine sorgfältige Planung und Aufmerksamkeit in jeder Phase des Wachstumszyklus. Durch die Beachtung der rechtlichen Rahmenbedingungen, die richtige Ausstattung und die Anwendung geeigneter Techniken steht einer erfolgreichen Ernte nichts mehr im Wege.