30.08. – 26.10.2014 im dkw. Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus (Uferstraße / Am Amtsteich 15) Die Stipendiaten-Ausstellungen, die immer wieder lebendige Einblicke in die zeitgenössische Kunstproduktion im Lande gewähren, zählen seit langem zum festen Bestandteil des dkw.-Programms. Durch Aufstockung und Veränderung der Ausschreibung wurde aus den seit 1994 vergebenen Arbeitsstipendien für Bildende Kunst im Jahre 2013 der Kunst-Förderpreis, den das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg seither alljährlich an drei ausgewählte KünstlerInnen vergibt. Das Kunstmuseum bietet den aktuellen Arbeitsergebnissen der sechs Künstlerinnen und Künstler eine neuartige Ausstellungsform, in der jeweils zwei Positionen miteinander in den Dialog treten. In Fortsetzung von „Gemischtes Doppel I“ folgt nun die zweite Ausstellung mit Arbeiten von Rainer Gottemeier und Beate Rothensee, die am Freitag, 29. August 2014, 19.30 Uhr, im dkw. Kunstmuseum Dieselkraftwerk eröffnet wird. Bereits ab 19.00 Uhr ist freier Eintritt in die Ausstellung. | |
Beate Rothensee kreiert aus Lebensmittelverpackungen ein auratisch wirkendes Arsenal an Kultgegenständen und Kirchenmodellen. In ihrem „Nathan-Projekt bringt sie, Lessings Parabel folgend, die Weltreligionen zum bildlichen Vergleich. Damit erweitert sie die Aussage und diskutiert das Thema der Toleranz in der heutigen Zeit. Als Bildforscher hat Rainer Gottemeier entdeckt, dass unter der Meeresoberfläche des mediterranen Wasserspiegels ein erdgeschichtliches Bilderlager existiert. Er sieht sich als Poet, der mit kartografischem Blick atmosphärische Räume kreiert. Seine Lichtboxmodule sind Zeichnungen aus Licht, die auf handelsüblichen See- und Sternkarten basieren. Beide Künstler fühlen sich dem Erbe und Auftrag der europäischen Idee verpflichtet. Für die Ausstellung „Gemischtes Doppel II“ haben die Künstler eine gemeinsame Lichtarbeit – schwarze Milch – entwickelt. Diese zentrale Metapher des Gedichts „Todesfuge“ von Paul Celan spannt den Bogen vom Holocaust der NS-Zeit zu den gegenwärtigen tödlichen Flüchtlingsdramen im Mittelmeerraum. Dem „Gemischten Doppel II“ folgen Ende November die beiden letzten Positionen, nämlich die der Fotografin Anne Heinlein und der Malerin Katrin von Lehmann. |
Quelle: dkw. Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus, Pressestelle