Von Alzheimer und Demenz sind viele Menschen betroffen. Viele Familien kommen damit nicht klar. Darüber spricht man nicht. Es gibt nur wenige Theaterstücke, die dieses Thema behandeln. Eines davon ist das Stück des niederländische Autors Theo Fransz „Liebe Grüße … Oder wohin das Leben fällt“. Er beschreibt, wie solch ein Ereignis das Leben einer Kleinfamilie verändert und welche Spuren es hinterlässt. Die Kleinfamilie das sind der zehnjährige Moritz (Tom Bartels, naiv, frech, einfühlsam), seine Oma Mathilde (Helene Marianne Jordan, eine großartige Schauspielerin, die alte und junge Menschen überzeugt darstellt) und der Vater Fabian (Roland Kurzweg, der den alten Vater und Fabian als Kind überzeugend darstellt). Im Stück wird nicht nur der Istzustand beschrieben. Es geht viel tiefer. Es ist eine fantasievolle Reise durch die Familiengeschichte. Da gibt es Licht und Schatten, komische und ernste Situationen. Zu Beginn packen Vater und Sohn Omas Sachen in Kartons, denn sie soll ins Pflegeheim. Sie streiten sich. Dann ist Oma plötzlich weg. Vater Fabian sucht sie. Moritz ist allein und sieht Traumbilder. Plötzlich ist Fabian ein kleiner Junge, der als Cowboy den Eindringling Moritz vertreiben will und dann kommt Mathilde als junge attraktive Frau, die von ihrem Geliebten erzählt, der die ganze Welt bereist und ihr Karten schreibt. Er wird aber nie zurückkehren. Moritz ist auch immer wieder in der Gegenwart und sitzt bei seiner Oma, liest ihr alte Karten vor und Oma erinnert sich an ihr Leben. Es war komisch und tragisch, Weinen und Lachen lösten einander ab. Moritz liebt seine Oma. Regisseurin Heidrun Warmuth erzählt die Geschichte liebevoll, nachdenklich mit Witz und Humor. Die Schüler, die die Premiere besuchten, waren glücklich und haben sicher neue Erkenntnisse über das Leben gewonnen. Leider wird das Stück nur für Schüler gezeigt. Das Thema ist aber auch für Erwachsene wichtig.
Vorstellungstermine unter www.theater-senftenberg.de