Welche Folgen hat Förderung von Erdgas mit Hilfe der Fracking-Technologie für Mensch, Umwelt und Tier? Die Bündnisgrünen Politiker Elisabeth Schrödter (EU-Abgeordnete) und der Bergrechtsexperte Oliver Krischer (Bundestag) laden am 11. Oktober ab 18.00 Uhr in der Beeskower Kupferschmiede zu einem Filmabend mit Diskussion ein. Der Dokumentarfilm »Gas Fieber« zeigt die Auswirkungen der umstrittenen Fördertechnologie anhand der US-amerikanischen Region Bradford County (Pennsylvania) und der ostpolnischen Stadt Zamosc, wo sich die Anwohner noch erfolgreich dagegen wehren. Diesen mühsamen Kampf der Betroffenen gegen die Energiekonzerne und deren Propaganda stellt der Regisseur Lech Kowalski dar.
„Auch in Beeskow sei das Thema Fracking noch immer aktuell“, sagt Ute Lein von der Bürgerinitiative „CO2-Endlager stoppen“. Das Unternehmen Bayerngas plant in der Region die Förderung von Erdgas. Zwar soll Fracking den Aussagen von Bayerngas zufolge nicht zum Einsatz kommen, doch besitze diese Aussage schlussendlich keinerlei rechtliche Verbindlichkeit. Bayerngas will im ersten Quartal 2014 mit den ersten Probebohrungen für die geplante Erdgasförderung beginnen.
„Um Fracking ernsthaft ausschließen zu können, brauchen wir einen rechtlichen Rahmen“, fordert Lein. Ein Anfang Juni 2013 gescheitertes Gesetz auf Bundesebene hätte rechtlich Klarheit schaffen und Fracking in Deutschland verbieten können. Stattdessen bleibt es im gesamten Bundesgebiet grundsätzlich erlaubt. Die Skepsis der Bürgerinitiative kommt nicht von ungefähr. Erst Ende August lehnte die rot-rote Landesregierung ein CCS-Untersagungsgesetz ab, mit der Begründung, die CO2-Verspressungstechnologie käme nicht in Brandenburg. Mitte September unterzeichnete dann die Brandenburger Landesregierung mit dem schwedischen Energiekonzern Vattenfall ein Abkommen, das genau den Einsatz der CCS-Technologie vorsieht, berichtet Lein.
„Neben den Auswirkungen von Fracking interessieren uns auch anderen Fragen“, sagte Lein. So traten Mitte August diesen Jahres in Briesensee (Landkreis Dahme-Spreewald) Haarrisse am Haus der dortigen Ortsvorsteherin Doris Groger auf, die vermutlichen auf seismische Untersuchungen durch das Erdölunternehmen Central European Petroleum (CEP) in der Region zurückgehen. „Wer zahlt die Schäden und wer ist in der Beweispflicht?“. Diese und andere Fragen will die Bürgerinitiative an nächsten Freitag zusammen mit den Bündnisgrünen Politikern erörtern.
Datum: Freitag, 11. Oktober 2013
Ort: Kupferschmiede Beeskow, Mauerstr. 28, 15848 Beeskow
Eintritt frei
Ablauf: 18:00 Uhr: Einlass
18:30 Uhr: Filmvorführung (ca. 90min)
20:00 Uhr: Diskussion mit Oliver Krischer (MdB) und Elisabeth Schroedter (MdEP)
Welche Folgen hat Förderung von Erdgas mit Hilfe der Fracking-Technologie für Mensch, Umwelt und Tier? Die Bündnisgrünen Politiker Elisabeth Schrödter (EU-Abgeordnete) und der Bergrechtsexperte Oliver Krischer (Bundestag) laden am 11. Oktober ab 18.00 Uhr in der Beeskower Kupferschmiede zu einem Filmabend mit Diskussion ein. Der Dokumentarfilm »Gas Fieber« zeigt die Auswirkungen der umstrittenen Fördertechnologie anhand der US-amerikanischen Region Bradford County (Pennsylvania) und der ostpolnischen Stadt Zamosc, wo sich die Anwohner noch erfolgreich dagegen wehren. Diesen mühsamen Kampf der Betroffenen gegen die Energiekonzerne und deren Propaganda stellt der Regisseur Lech Kowalski dar.
„Auch in Beeskow sei das Thema Fracking noch immer aktuell“, sagt Ute Lein von der Bürgerinitiative „CO2-Endlager stoppen“. Das Unternehmen Bayerngas plant in der Region die Förderung von Erdgas. Zwar soll Fracking den Aussagen von Bayerngas zufolge nicht zum Einsatz kommen, doch besitze diese Aussage schlussendlich keinerlei rechtliche Verbindlichkeit. Bayerngas will im ersten Quartal 2014 mit den ersten Probebohrungen für die geplante Erdgasförderung beginnen.
„Um Fracking ernsthaft ausschließen zu können, brauchen wir einen rechtlichen Rahmen“, fordert Lein. Ein Anfang Juni 2013 gescheitertes Gesetz auf Bundesebene hätte rechtlich Klarheit schaffen und Fracking in Deutschland verbieten können. Stattdessen bleibt es im gesamten Bundesgebiet grundsätzlich erlaubt. Die Skepsis der Bürgerinitiative kommt nicht von ungefähr. Erst Ende August lehnte die rot-rote Landesregierung ein CCS-Untersagungsgesetz ab, mit der Begründung, die CO2-Verspressungstechnologie käme nicht in Brandenburg. Mitte September unterzeichnete dann die Brandenburger Landesregierung mit dem schwedischen Energiekonzern Vattenfall ein Abkommen, das genau den Einsatz der CCS-Technologie vorsieht, berichtet Lein.
„Neben den Auswirkungen von Fracking interessieren uns auch anderen Fragen“, sagte Lein. So traten Mitte August diesen Jahres in Briesensee (Landkreis Dahme-Spreewald) Haarrisse am Haus der dortigen Ortsvorsteherin Doris Groger auf, die vermutlichen auf seismische Untersuchungen durch das Erdölunternehmen Central European Petroleum (CEP) in der Region zurückgehen. „Wer zahlt die Schäden und wer ist in der Beweispflicht?“. Diese und andere Fragen will die Bürgerinitiative an nächsten Freitag zusammen mit den Bündnisgrünen Politikern erörtern.
Datum: Freitag, 11. Oktober 2013
Ort: Kupferschmiede Beeskow, Mauerstr. 28, 15848 Beeskow
Eintritt frei
Ablauf: 18:00 Uhr: Einlass
18:30 Uhr: Filmvorführung (ca. 90min)
20:00 Uhr: Diskussion mit Oliver Krischer (MdB) und Elisabeth Schroedter (MdEP)