In Dortmund wurde in dieser Woche der Bundesverband Industriekultur gegründet. Auch das Lausitzer Seenland erhofft sich dadurch neue Chancen zur Stärkung der Industriekultur. Das teilte das Touristische Netzwerk Industriekultur Brandenburg heute mit. Brandenburg ist im Vorstand des neuen Verbandes vertreten.
Neue Plattform für Industriekultur auf Bundesebene
Mit der Gründung des Bundesverbands Industriekultur im LWL-Museum Zeche Zollern in Dortmund ist eine neue Plattform entstanden, die sich bundesweit für die Sichtbarkeit, Vernetzung und Weiterentwicklung der Industriekultur einsetzen soll. Nach Angaben des Touristisches Netzwerks Industriekultur Brandenburg bringt der Verband verschiedene Akteure zusammen, fördert den Austausch von Wissen und unterstützt bei Themen wie Bildungsarbeit, Fördermitteln sowie dem Erhalt und der Nutzung von historischen Industrieorten. Ziel ist es, Industriekultur als festen Bestandteil regionaler Identität, des Tourismus und der wirtschaftlichen Entwicklung zu verankern. Das Lausitzer Seenland gilt als beispielhafte Region für den Strukturwandel. Ehemalige Industrieorte wie die Energiefabrik Knappenrode, das Besucherbergwerk F60, das Kunstgussmuseum Lauchhammer oder das Stadt- und Industriemuseum Guben erinnern an die industrielle Vergangenheit und bieten zugleich Raum für kulturelle und touristische Nutzung. Laut Mitteilung spiegelt sich die gemeinsame Geschichte von Brandenburg und Sachsen auch in der Industriekultur der Lausitz wider. Daher wollen das Netzwerk Industriekultur Brandenburg und der Landesverband Industriekultur Sachsen ihre Zusammenarbeit weiter intensivieren.
Vertreter aus Brandenburg im Bundesvorstand aktiv
Im neu gewählten Vorstand des Bundesverbands Industriekultur ist Brandenburg mit zwei Vertretungen präsent. Anja Nixdorf-Munkwitz, Vorstandsvorsitzende des Landesverbands Industriekultur Sachsen, vertritt auch die Interessen der Lausitz. Zudem wurde Marius Krohn, Direktor des Industriemuseums Brandenburg an der Havel, in den Vorstand gewählt. Laut Mitteilung ist dies eine gute Möglichkeit, die Anliegen der brandenburgischen Industriekulturstandorte auf Bundesebene einzubringen. Bereits bestehende Strukturen wie der Museumsverband des Landes Brandenburg e.V. und das Touristische Netzwerk Industriekultur Brandenburg haben viele Industrie- und Technikstandorte im Land vernetzt. Das Netzwerk kündigte an, sich aktiv im Bundesverband einzubringen, um die Sichtbarkeit der Brandenburger Industriekultur weiter zu stärken.
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Red. / Presseinformation